Schule und Job - ein klarer Fall für Burnout?


von tanja

Wenn Schule und/oder Job zum psychischen Problem werden

# Führungsfehler in Schule und Beruf

Schule und Beruf werden nicht selten zur Qual, weil es die eine Person gibt, mit der man einfach nicht zurecht kommt. Häufig ist es der Lehrer oder die Lehrerin, die teilweise nicht einmal bewusst Druck ausüben und damit zum gefürchteten Hassobjekt wird. Dasselbe gilt auch im Job: Unter dem # Führungsfehler lassen sich auch alle Chefs einordnen, die permanent nur Druck auf Ihre Mitarbeiterinnen ausüben und die gemeinhin als cholerisch und aufbrausend bekannt sind. Wir wissen, dass es schwierig ist mit solchen Menschen zusammen zu arbeiten. Manche tun sich leichter und manche geben schlichtweg auf. Jedoch mag das für den Job gelten, den man immerhin wechseln kann. Was aber macht man in der Schule, wo man doch sein gesamtes soziales Umfeld verortet?

Leider ist das immer wieder ein häufiges Problem, das uns auch immer wieder im Zuge der Nachhilfe aufgezeigt wird. Lehrer stempeln Schüler teilweise ab (wir sprechen nie für die Gesamtheit), Schüler reagieren zunehmend verunsichert. Das geht sogar soweit, dass sie nicht mal mehr in der Nachhilfestunde sprechen wollen, weil sie Angst haben vor negativen Konsequenzen. Gegen Unfreundlichkeit ist aber gemeinhin kein Unkraut gewachsen. Und wie ein chinesisches Sprichwort bereits besagte: Du musst deinen Feind umarmen, wenn du ihn besiegen willst. In concreto bedeutet das im schulischen Kontext, dass man nicht nur stets freundlich sein sollte, sondern Lehrerinnen und Lehrer mit Leistung beeindrucken sollte. Rechnet der Mathe-Lehrer nämlich wieder mit einer 5 und es ist plötzlich eine 3, sieht der nämlich ziemlich blöd aus der Wäsche ;)

Geht nicht? Unmöglich?

Noch ein Sprichwort: "Sie sagten es ist unmöglich. Dann kam einer, der hat's einfach gemacht."

Für Leistungssteigerung ist es in Schule und Beruf wichtig, keinen permanenten Druck auszuüben. Dieser Druck führt nämlich dazu, dass die Leistung nicht besser, sondern schlecht wird. Wir achten daher in der Nachhilfe gerade bei Problemfächern stets darauf, dass unseren Schülerinnen und Schülern im Nachhilfe-Unterricht nicht zu viel zugemutet wird, sodass sich Erfolgserlebnisse einstellen können. Wenn Schüler und Mitarbeiter sehen, dass sich die harte Arbeit lohnt, fällt der psychische Druck automatisch ab und wird von Freude abgelöst. Das verhält sich auch im Job gleich: Wenn der Chef ständig nur am Nörgeln ist, vergeht einem rasch die Freude. Jeder Tag wird eine Belastung und eigentlich möchte man nicht mehr in die Arbeit gehen.

 

Genauso geht es auch den Kindern, wenn Sie nicht in die Schule wollen. Wir Nachhilfelehrer sind häufig Detektive, die herausfinden müssen, woran das liegt und das Problem bei der Wurzel packen müssen. Häufig ist es nämlich nicht das Fach an sich, sondern nur in Kombination mit einem äußeren Stressor, der in Personen oder/und Rahmenbedingungen bestehen kann.

 

Wenn es also Schwierigkeiten mit dem Lehrkörper gibt, sollte das auch angesprochen werden. Die Person ist nämlich meist nicht das Problem, sondern wiederum nur in Kombination mit dem "schwachen" Fach. Das ungeliebte Fach wird sozusagen personifiziert und die schlechten Eigenschaften der Person unterstrichen.

 

Es ist daher unumgänglich, sowohl mit der Person als auch mit dem Fach ins Reine zu kommen. Dazu ist es wichtig, Wissenslücken zu schließen um wieder Freude am Fach finden zu können und so auch wieder einen Zugang zur Lehrperson schaffen zu können. In der Schule gelingt das Verbessern von Beziehungen meist in Form von besseren Noten und dadurch erledigt sich das "Problem" mit dem Lehrer auch wieder von selbst.

 

Wie man das im Job macht? Gute Frage. Hier gilt wohl das Sprichwort, dass man alte Bäume nicht verpflanzen kann. #Führungsfehler sind häufig lang eingesessene Routine und was man in der Schule durch verbesserte Leistung beheben kann, verschlechtert sich im Job sogar gegebenenfalls. Wenn man wirklich fachliche Probleme hat, sollte man diese angehen. Bringt aber auch das nichts, dann hilft es wohl nichts und man wird wohl demnächst das Weite suchen.

 

 

Fazit: In der Schule können wir uns Führungspersonen nicht aussuchen. Im Job schon. Daher gilt wohl die Regel sein Leben in die Hand zu nehmen, bevor einem das Leben in die Hand nimmt.

 

In diesem Sinne

Schönen Feiertag :)

Ihre Dr. Tanja Trummer

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